Minniemaus- kleiner Name großer Hund...

Ih- lass das Kitzeln anden Pfoten
Minnie auf der Fährte
Minnie wenige Wochen vor ihrem Tod- Andi schlief immer gern auf seiner Minnie
Minnie und Andúril
Der 4,5 Wochen alte Balin beißt in Minnies Bein- Frischfleisch!

*25.07.2002-29.07.2013

schon seit ich Kind war hatte ich Hunde- durch Zufall war mein erster Hund ein Yorkshire Terrier- die Liebe zu dieser Rasse ist über Jahrzehnte geblieben und gewachsen. Mit den Yorkies habe ich viel erlebt und bin ja auch im KfT durch die Teilnahme an Agility, Fährten und Obedienceprüfungen mit meinen Yorkies bekannt geworden. Ein Wunsch war jedoch geblieben- wenn ich mal ein eigenes Haus mit Garten haben würde, wollte ich einen großen Hund dazu. Und so kam es, dass im Spätjahr 2003 ein schwarzer Terrier – 'Elena Druscha von der Dwina'- genannt 'Püppy' zu uns zog. Sie war damals etwas über 1 Jahr alt und aufgrund der Hüfte als zuchtuntauglich eingestuft worden. Püppy und Chipie klang zu ähnlich, so dass Püppy in Minniemaus umgetauft wurde. Minnie war 75cm groß und 52kg schwer als sie ausgewachsen war. Sie integrierte sich problemlos in mein Yorkierudel und wurde zum Beschützer, Kinderspielplatz und Kumpel der Kleinen. Im Sport wurde sie in der Fährte, im VPG und Obedience von mir gearbeitet. Gerade als sie fertig war für die VPG 1 zog sie sich auf der Treppe einen Kreuzbandriss zu- das Drama nahm seinen Lauf. Ich ließ mich zu einer TPLO beraten- was mir verschwiegen wurde und uns dann tatsächlich heftig traf, waren die damit möglichen und häufigen Komplikationen. Bei Minnie riß infolge der OP die Patellasehne. Ein Tierarzt wollte ihr sogar das Bein amputieren... Wir kämpften und investierten sehr viel- Minnie bekam eine künstliche Sehne und nach ewig langer Behandlung und 6 Wochen Fixateur extern konnte sie irgendwann wieder laufen... Es war für alle schrecklich; Minnie war so brav und geduldig- trotzdem hatte man zwischendrin das Gefühl sie würde aufgeben. Wir haben all dies gemeistert- der VPG- Sport war gestorben, und auch die Fährtenarbeit mußte ich ihrer Gesundheit zu Liebe aufgeben- sie brachte es immerhin zur FH 1. Im Obedience arbeitete Minnie noch eine ganze Zeit- bis ich sie aufgrund arthrosebedingter Lahmheiten auch dort rausnahm. Die Qualifikation für die Obedience 3 hatte sie noch erfolgreich abgelegt. In der Arbeit war sie nicht der leichteste Hund- ich habe spasseshalber immer gesagt – „der Weg vom Ohr bis in die Pfoten ist halt sehr weit...“, aber sie hatte Spaß an der Arbeit und bis zum Schluß durfte sie immer etwas bei der Arbeit mit den anderen Hunden mitmachen. Zwei meiner Yorkiewürfe hat sie noch liebevoll und geduldig mit großgezogen- mit der Folge, dass die Yorkies vor keinem anderen Hund Angst haben und besonders große schwarze Hunde bei Ihnen besonders beliebt sind.

Minnie war eine herausragende Persönlichkeit- nett, geduldig, liebevoll zu den Kleinen, aber stets bereit sich als Beschützerin vor ihr Rudel zu stellen. Sie hat nie ein anderes Tier oder einen Menschen verletzt weder absichtlich noch durch Unvorsichtigkeit. Die kleinen konnten zwischen ihren Beinen rennen und sie war sehr vorsichtig. Mit ihrer Art, kritische Momente zu 'deeskalieren', hat sie viele knifflige Situationen ganz cool unter Kontrolle gebracht- es war als würde sie nur sagen: 'ich werde Dich nicht an mein Rudel lassen- besser Du versuchst es nicht'. Hierbei war sie so sicher und sauber in der Unterscheidung - wann es gefährlich ist und wann nicht - dass ich sicher bin, so einen verlässlichen Hund nie wieder zu bekommen.

Minnie brach 2 Tage nach ihrem 11. Geburtstag bei hohen Temperaturen am Ende eines Spazierganges unerwartet zusammen. Sie hatte nie vorher Herzprobleme- sie konnte bis zuletzt gut sehen, hören und frass noch für ihr Leben gern. Allerdings hatten das Gewicht und die Knochen im Alter ihren Tribut gefordert. Obwohl sie immer sehr schlank war, wog sie 52kg...Gottseidank war meine Schwester da- wir konnten sie zum Tierarzt bringen und dann nach dessen Anraten in die Tierklinik. Leider hat sie es nicht geschafft- auch wenn ich sie bald durch ihre Arthrose verloren hätte- tut es unglaublich weh, weil sie mein einziger Hund war, der allein in einer Tierklinik starb und nicht in meinem Arm. Wir sind noch schnell dorthin gefahren, aber als wir ankamen und aus dem Auto stiegen, muß sie gerade gestorben sein... Wie schrecklich- nie werde ich wieder einen Hund in der Klinik lassen...ich hatte so Hoffnung, dass sie es noch schafft- unser großer Schatz!

Mein tiefer Dank gebührt Frau Christina Straub, die uns unsere Minnie anvertraute, zu der ich bis zum Schluß Kontakt hatte und die leider wenige Wochen nach Minnie verstarb. Dabei hatte sie noch so lieb versucht, mich über den Verlust von Minnie hinweg zu trösten. Frau Straub hatte Minnie kurz vor dem Tod ihres Mannes an uns abgegeben. Im Jahr ihres Todes 2013 hatte Frau Straub noch einen Wurf Zwergschnauzer schwarz/silber aufgezogen und war sehr glücklich darüber.